Beseitigung von Änderungsrisiken

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Änderungen sind das tägliche Brot der Entwickler. Sie werden im gesamten Produkt-Entstehungsprozess eingesetzt, um die Ziele hinsichtlich Funktionserfüllung, Zuverlässigkeit und Lebensdauer zu erreichen. Bei großen Anlagen treten Änderungen auch während der Nutzung auf, z.B. weil die Original-Ersatzteile oder -Module nicht mehr verfügbar sind. Bei mechatronischen Anlagen sind Änderungen in der Software noch häufiger anzutreffen als in der Hardware. Das gilt wieder sowohl für die Produktentwicklung als auch für den Betreib der Anlagen und Flotten.

Jede Änderung hat einen intendierten Zweck, i.A. der Steigerung der Robustheit gegen kritische Lastbedingungen. In der Regel wird im Rahmen eines Änderungsprozesses bewertet, ob die beabsichtigte Wirkung auch erzielt wird. Das Änderungsrisiko an der geänderten Funktionsgruppe ist daher relativ gering. Häufig treten infolge von Änderungen aber Schäden durch ungewollte Neben-Effekte auf, und zwar an anderen Funktionsgruppen.

Die Nebeneffekte sind die Risiko-Treiber

Diese Nebeneffekte können sich über längere Wirkketten an diversen Funktionsgruppen im gesamten System zeigen.  Diese Risiken sind kaum überblickbar, weil wir dafür das gesamte Netzwerk der Wirkketten transparent haben müssten. Wir haben uns dieses Problem daher einmal von unten – von den Schädigungsmechanismen aus – angesehen. Es ergibt sich, dass wir die Zutaten für diesen Überblick schon verfügbar haben. Sie finden sich in der Risiko-Analyse, die wir für die Produkt-Validierung durchführen.

Die Abbildung zeigt ein Beispiel für Schädigungsmechanismen von Funktionsgruppen einer Brennkraft-Maschine mit den schädigenden Betriebsweisen und ihren relevanten Messgrößen. Wenn sich z.B. die Abgas-Temperatur dieser Maschine infolge einer Krümmer-Änderung erhöht, dann erwarten wir auf Grund dieser Änderung auch Effekte auf alle anderen Bauteile deren Schädigungsmechanismen von der Abgastemperatur getrieben werden: Kolben – Thermische Ermüdung, Einlass-Krümmer – Leckage, EGR-System – Verzug, usw. Da muss man daher genau hinschauen.

Für die Ermittlung der Nebeneffekte reicht es sogar schon, wenn von einer Änderung nur die betroffenen Betriebsweisen bekannt sind, z.B. wirkt sich die Software-Modifikation für Hybrid-Starts auf die EGR-Ablagerung und Einlass-Krümmer-Ermüdung aus.

VORTEILE

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Die beschriebene „inverse Wirkketten-Analyse“ erfordert keinen Zusatz-Aufwand, denn die Risiko-Analyse ist für die zur Produkt-Validierung ohnehin notwendig. Sie liefert auch die Indikation von Änderungs-Nebeneffekten.

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Das schafft eine solide Basis für die strukturierte Bearbeitung dieser ungebetenen Begleiter von Änderungen.

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Das Verfahren ist patentiert und automatisiert in unsere Software-Suite Uptime SOLUTIONS eingebaut. Es hat unsere Kunden schon vor zahlreichen unangenehmen Überraschungen bewahrt.

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